INSTALLATIONS



+schiefer (2014)
Klanginstallation für 40 Lautsprecher und multichannel Zuspielung.
Festival SoundReason - New Delhi, India - November 2014

40 Klein-Lautsprecher sind auf dem Fussboden montiert und gleichmässig im Raum verteilt. Arbeitsgeräusche am Material wie Holz, Stein und Metall sind zu hören. Der reale, statische Raum wird akustisch in Bewegung gesetzt. Eine aktive, bearbeitende, abtragende und akustische Präsenz etabliert sich im Raum.
Arbeitsgeräusche implizieren eine sich verändernde Realität, (Boden-) Oberflächen werden abgetragen, neu Schichten freigelegt, abgetastet, neu geformt und verändert. Der Fokus liegt auf dem taktil-akustischen Zugang zum Material, ohne dass wir die Arbeit visuell mitverfolgen können.



+eigenrauschen (2013)
Klanginstallation für 20 Lautsprecher Musikw. Seminar Basel.
April 2013

Unser akustischer Alltag ist von Geräuschen durchsetzt, die von funktionellen Apparaturen erzeugt werden - Kühlschrank, Heizung, Lüftungssysteme, Klimaanlage, Geschirrspülmaschine, Waschmaschine - und wir im Normalfall aus unserer Wahrnehmung ausblenden.
Die Geräusche werden durch die Installation aus ihrem ursprünglichen Kontext herausgeholt und über ein mehrkanaliges Lautsprecher-Setting im Raum neu dargestellt. Durch diese Darstellungsform wird der Rezipient zu einer neuen Konnotation aufgefordert. Nicht mehr die ursprüngliche Funktionalität, sondern deren akustisches Resultat soll als Grundlage genommen werden. In den Fokus rücken Klangstrukturen und Rauschbänder, kleine Melodien und Texturen.



+flächen reibung (2013)
Klanginstallation für 40 Lautsprecher am 'EarWeAre Festival 2013'
Biel - Februar 2013

Ausserhalb des Festival ‚ear we are’ werden die Räumlichkeiten der alten Jura Garage als Holz- und Metallwerkstatt genutzt. Holz wird zugesägt, Metall geschliffen, gehämmert, geschweisst – handwerkliche Arbeit wird vollbracht. Es ist eine taktile Behandlung des Materials; es wird verformt, seine Oberfläche wird verändert, es erhält eine neue Gestalt.
Mich interessieren die aus diesem taktilen Umgang entstehenden Geräusche, das Erkunden der Materialstruktur und das klangbare Erfahren der Materialoberfläche. Die Rauheit der verschiedenen Oberflächen, die Resonanz der Materialien, die Widerstände beim Anschlagen, Kratzen - Es sind die inneren Strukturen dieser Geräusche, denen ich nachgehe:
Ähnlich dem handwerklichen Bearbeiten wird das Klangmaterial zerlegt, Strukturen herausgeschält, neue Klang-Perspektiven geschaffen. Fast unhörbar Klänge werden so neu akzentuiert und in den Vordergrund gehoben. Neue Zusammenhänge werden offenbart, neue Klänge mit eigener musikalischer Identität entstehen.
Als akustische Projektionsfläche dient die Glasfront unterhalb des geschwungenen Vordachs. Sie wird zur Klangwand, zum Membran. Die überdimensionierte Darstellung dieser feinen, rauhen Klänge auf der zum Klangkörper mutierten Fensterfront ermöglicht einen inneren, überdimensionierten Blick in das Klangmaterial, in seine feinen Strukturen. Es kommt einem akustischen Heranzoomen gleich



+resonance-flow-evolution (2011)
Performative Klanginstallation für 14 Lautsprecher anlässlich des 'Perform Now!, Festivals in Winterthur.



+ [clust.b] (2007)
Klanginstallation für 16 Kleinmotoren, Perla Mode Zürich, Sommer 2007



+ sommer (2006)
Klanginstallation im Rahmen der Homemade-Veranstaltungen, Kunsthaus Glarus, 27. bis 29. Oktober 2006
„Die Klanginstallation von Thomas Peter transformiert mechanisch-künstliche Bewegungen in natürliche Klänge. Sie evoziert klanglich eine schwirrende Stimmung, in der sich alles bewegt und doch stillzustehen scheint. Der geschlossene, nüchterne Raum öffnet sich zu einer akustischen Landschaft.“



+ Sonotop QT311 (2005)
Klanginstallation im Rahmen des Festivals für Neue Musik Rümlingen. 19. und 20. August 2005
„Der Container ist ein klingendes, autarkes System. Aus seinem Innern tönt fortwährend ein leises, unregelmässiges Klopfen, eine Art Puls. Der Container wird als Klangkörper, als Individuum wahrgenommen, ein surreales Szenario entsteht.
Einmal im Tag erwacht das System und offenbart seinen inneren Mechanismus; es beginnt sich zu regen, indem es die Hülle seines Klangkörpers durch mehrere Schlagvorrichtungen reizt. Mit der klanglichen Antwort dieser Reizimpulse, eingefangen durch Kontaktmikrofonen, spielt das System. Es formt neue akustische Ereignisse, die eine weitere Klangebene bilden, hörbar dank mehreren Lautsprechern, die innerhalb und ausserhalb des Containers verteilt sind.“
quicktimeMovie

'schiefer' New Dehli  

'schiefer' New Dehli  

'schiefer' New Dehli  

flächen reibung I  

flächen reibung II  

eigenrauschen  

resonance-flow-evolution

sommer I

sommer II

[clust.b]

sonotop I

sonotop II